Zwei Sommermonate mit zahlreichen wichtigen Einsätzen liegen inzwischen hinter der Feuerwehr Bendorf. Bevor wir uns dem August widmen, schauen wir zunächst einmal auf den Juli zurück.
Von Verkehrsunfällen und Bränden über Einsätze bei Hitze und Trockenheit bis hin zu Unterstützung für den Rettungsdienst war wieder einiges dabei.
Den Auftakt machte am 2. Juli eine Verunreinigung durch eine größere Menge Betriebsstoffe auf der B42/A48 in Bendorf. Die Einsatzkräfte führten erste Maßnahmen durch und übergaben die Einsatzstelle anschließend an die zuständige Stelle. Am 4. Juli ging es für die Einheiten aus Stromberg und Sayn zu einer Ölspur in der Isenburger Straße in Stromberg, die abgesichert und anschließend durch eine Fachfirma beseitigt wurde.
Am 7. Juli sorgte ein Auffahrunfall im Sayntal in Sayn für einen Einsatz. Drei Personen waren beteiligt, glücklicherweise wurde niemand schwerer verletzt. Die Feuerwehr betreute die Betroffenen bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes, sicherte die Unfallstelle und nahm ausgelaufene Betriebsstoffe auf.
Einen Tag später unterstützte die Feuerwehr im Waschkaulweg in Sayn den Rettungsdienst: Eine Person wurde mit der Drehleiter aus dem ersten Obergeschoss ins Erdgeschoss gebracht.
Am 9. Juli folgte ein Einsatz wegen unklarer chemischer Gerüche in der Unteren-Vallendarer-Straße in Bendorf. Mit Flüssigkeit benetzte Kleidung wurde unter spezieller Schutzkleidung verpackt, anschließend übernahm die Polizei die Einsatzstelle.
Heiß und trocken blieb es auch in der zweiten Juliwoche: Am 11. Juli brannten trockene Blätter in einem Gully in der Schlossstraße in Sayn, nachdem eine Zigarette hineingeworfen wurde. Kurz darauf folgte ein Zimmerbrand in der Theodor-Heuss-Straße in Bendorf, bei dem Rauch im Bereich eines Balkons festgestellt und das Feuer über einen Außenangriff schnell bekämpft werden konnte.
Wie sehr die trockene Witterung die Brandgefahr erhöhte, zeigte sich am 13. Juli beim Flächenbrand an der Vallendarer Straße in Bendorf. Ein Feuer auf einem kleinen Stoppelfeld hatte bereits auf die angrenzende Vegetation übergegriffen. Die zunächst falsch zugeordnete Einsatzstelle führte dazu, dass die Bendorfer Kräfte auf die Feuerwehr Vallendar trafen. Gemeinsam konnte der Brand schnell gelöscht werden. Anschließend pflügte der Landwirt die betroffene Fläche um und verhinderte damit ein erneutes Aufflammen.
Unruhig wurde die Nacht zum 15. Juli: In Mülhofen brannten innerhalb weniger Stunden zwei Mülltonnen: zunächst um 1.14 Uhr in der Falkenstraße, später um 3.36 Uhr Am Röttchenshammer. Beide Feuer konnten schnell gelöscht und ein Übergreifen verhindert werden. Aufgrund der zeitlichen und örtlichen Nähe nahm die Polizei die Ermittlungen auf. Am Nachmittag öffnete die Feuerwehr in der Prof.-Hermann-Junker-Straße in Bendorf für den Rettungsdienst eine Wohnungstür, in der eine Person Hilfe benötigte.
Am 16. Juli ging es auf die Autobahn 48 in Fahrtrichtung Dernbach: Dort war ein Reifen eines LKW in Brand geraten, den der Fahrer bereits selbst gelöscht hatte. Die Feuerwehr führte Nachlöscharbeiten durch und kontrollierte den Bereich mit der Wärmebildkamera. Am Folgetag wurden die Kameradinnen und Kameraden zunächst zur Absicherung einer Gefahrenstelle in der Bahnhofstraße in Bendorf gerufen, nachdem ein PKW mit einer Treppe bzw. Hauswand kollidiert war. Am Abend folgte eine Brandnachschau in der Oberen Rheinau: Aus einer Therme waren kurzzeitig Flammen geschlagen. Die Bewohner*innen hatten vorsorglich die Gaszufuhr abgestellt; die Feuerwehr kontrollierte den Bereich und stellte keine weitere Gefahr fest.
Ein Unfall sorgte für Aufregung am 18. Juli: Um 21.10 Uhr wurde die Einheit Sayn zu einem Unfall auf der L306 im Stromberger Berg gerufen. Zwei Personen befanden sich in einem stark beschädigten Fahrzeug. Glücklicherweise waren beide nur leicht verletzt und bereits von Ersthelfern versorgt worden. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes übernahmen die Einsatzkräfte die weitere Versorgung, sicherten die Unfallstelle und stellten den Brandschutz sicher.
Auch die dritte Juliwoche blieb einsatzreich. Am 22. Juli suchten die Einsatzkräfte nach einer gemeldeten Rauchentwicklung im Gewerbegebiet Langfuhr an der Dieter-Trennheuser-Straße. Trotz umfangreicher Erkundung konnte keine Ursache festgestellt werden. Am 23. Juli führte eine mögliche medizinische Notlage zu einer dringenden Türöffnung in der Poststraße in Bendorf. In der Wohnung wurde jedoch niemand angetroffen, sodass die Polizei die weiteren Maßnahmen übernahm.
Am 25. Juli stand ein PKW in der Werftstraße in Bendorf in Vollbrand. Das Feuer hatte bereits auf die angrenzende Böschung übergegriffen. Mit mehreren C-Rohren konnten Fahrzeug und Böschung gelöscht und anschließend nachgekühlt werden. Aufgrund der hohen Hitzeeinwirkung wurde die Fahrbahn beschädigt. Zwei Tage später unterstützte die Feuerwehr den Rettungsdienst im Bikepark Bendorf am Horchemsweg. Ein Mountainbiker war auf einem Trail gestürzt und hatte sich verletzt. Aufgrund der schwierigen Erreichbarkeit mussten die Einsatzkräfte zu Fuß und mit geländefähigen Fahrzeugen zum Patienten gelangen. Nach der Erstversorgung wurde der Verletzte mit einem Feuerwehrfahrzeug zum Rettungswagen gebracht.
Besonders viel los war am 29. Juli: Bereits um 6.45 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem Küchenbrand im Schloßgarten alarmiert. Ein Wasserkocher war nach Angaben der Bewohner explodiert und hatte eine starke Rauchentwicklung verursacht. Das Gebäude wurde geräumt, belüftet und kontrolliert. Noch auf der Rückfahrt entdeckten Einsatzkräfte gegen 7.30 Uhr eine Rauchsäule an der Brauereistraße/Dieter-Trennheuser-Straße. Auf einem Firmengelände wurde ein nicht genehmigtes Feuer mit Laub und Holz festgestellt. Die Polizei nahm den Sachverhalt auf und leitete ihn an die zuständige Ordnungsbehörde weiter.
Damit war der Tag allerdings noch lange nicht vorbei: Am Vormittag half die Feuerwehr in der Leonhard-Bestgen-Straße, nachdem sich eine Mutter versehentlich auf dem Balkon ausgesperrt hatte, während ihr Kleinkind in der Wohnung war. Über eine Steckleiter und eine Fensteröffnung konnte die Wohnung schnell erreicht werden. Anschließend wurden Mutter und Kind wohlbehalten wieder zusammengeführt. Am Abend löste schließlich ein CO-Melder im Kirchhofsweg aus. Die Bewohner hatten das Gebäude vorsorglich verlassen und die Gaszufuhr bereits geschlossen. Messungen der Feuerwehr ergaben weder Kohlenmonoxid noch austretendes Gas. Die Heizungsanlage soll vor der erneuten Inbetriebnahme durch einen Fachbetrieb überprüft werden.
Zum Monatsabschluss folgten am 30. Juli noch drei Einsatzlagen: Zunächst löste eine Brandmeldeanlage am Röttchenshammer aus. Grund dafür waren Bauarbeiten, ein Brand lag nicht vor. Am Abend wurde die Feuerwehr zu einem Verkehrsunfall auf der BAB 48 in Fahrtrichtung Trier alarmiert, bei dem zunächst eine eingeklemmte Person gemeldet worden war. Vor Ort hatten beide Fahrer ihre Fahrzeuge bereits verlassen. Die Feuerwehr sicherte und beleuchtete die Unfallstelle und übernahm das Batteriemanagement. Den Abschluss des Monats bildete am 31. Juli ein ausgelöster Heimrauchmelder im Wenigerbachtal. Weder Rauch noch Feuer konnten festgestellt werden; auch die Kontrolle mit der Wärmebildkamera ergab keine Auffälligkeiten.

