Der Juni 2026 war für die Einsatzkräfte der Feuerwehr Bendorf von extremen Wetterlagen geprägt. Auf starke Regenfälle mit überfluteten Kellern und umgestürzten Bäumen folgten hochsommerliche Temperaturen, bevor erneut Gewitter für Einsätze sorgten. Daneben waren die Ehrenamtlichen unter anderem bei Bränden, Verkehrsunfällen, Türöffnungen und Hilfeleistungen gefordert.
Bereits am 4. Juni führten kräftige Regenfälle in der Leonhard-Bestgen-Straße in Stromberg zu zwei aufeinanderfolgenden Einsätzen. Zunächst drang Wasser in zwei Wohngebäude ein und wurde durch die Einheiten Stromberg und Sayn beseitigt. Wenige Stunden später sorgte erneuter Starkregen für einen weiteren Wassereinbruch. Rund 40 Zentimeter Wasser mussten beim zweiten Einsatz aus den Kellern gepumpt werden. Zusätzlich richtete die Feuerwehr eine Sandsacklogistik ein, um die betroffenen Haushalte zu unterstützen.
Am gleichen Tag wurde die Feuerwehr zu einem Baum alarmiert, der auf der L262 in eine Stromleitung geraten war. Der Ast wurde entfernt und die Fahrbahn wieder freigemacht. In den frühen Morgenstunden des 5. Juni versperrte ein umgestürzter Baum im Hellenpfad den Eingang eines Hauses und wurde mittels Kettensäge beseitigt.
Am Nachmittag desselben Tages entfernten die Einheiten Sayn und Mülhofen einen weiteren umgestürzten Baum in der Schlossstraße. Am Abend löste eine Notrufmeldung über eCall auf der B42 einen Einsatz aus. Trotz umfangreicher Erkundung konnte jedoch kein Verkehrsunfall festgestellt werden.
Eine gemeldete Rauchentwicklung im Bereich Sayn führte in der Nacht zum 6. Juni zu einer Alarmierung. Gemeinsam mit der Polizei stellte sich heraus, dass eine Veranstaltungsbeleuchtung im Bereich der Burg Sayn für das rötliche Leuchten verantwortlich war.
Am 7. Juni wurde die Einheit Bendorf zu einer dringenden Türöffnung in die Friedrich-Ebert-Siedlung alarmiert. Die betroffene Person konnte wohlbehalten angetroffen werden. Eine weitere Türöffnung in der Grenzhäuser Straße am 8. Juni konnte noch vor dem Ausrücken der Einsatzkräfte abgebrochen werden.
Die Alarmierung zur Absicherung einer Gefahrenstelle in der Grenzhäuser Straße rief die Kameradinnen und Kameraden am 10. Juni auf den Plan. Der Einsatz konnte bereits kurz nach der Alarmierung abgebrochen werden.
Am 11. Juni öffnete die Einheit Bendorf in der Hauptstraße eine Wohnungstür für den Rettungsdienst. Für die aufgefundene Person kam jedoch jede Hilfe zu spät. Wenig später wurden mehrere Einheiten zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage in einem Supermarkt in der Engerser Straße alarmiert. Ursache war ein Backofen, ein weiteres Eingreifen der Feuerwehr war nicht erforderlich.
Zwei LKW-Brände beschäftigten die Feuerwehr am 12. und 13. Juni. Auf der BAB 48 stellte sich ein gemeldeter LKW-Brand als geplatzter Druckluftschlauch heraus. Die Einsatzkräfte unterstützten den Fahrer und konnten den Einsatz anschließend beenden. Am Folgetag brannte in der Rheinstraße das Fahrerhaus eines Lastkraftwagens. Das Feuer konnte mit wenigen Löschmaßnahmen schnell gelöscht werden.
Am 19. Juni wurden die Einsatzkräfte gleich mehrfach alarmiert. In Sayn befand sich bei hohen Temperaturen ein Kind in einem verschlossenen Fahrzeug, konnte jedoch noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr unverletzt befreit werden. Wenig später löste in einem Betrieb Am Röttchenshammer eine Brandmeldeanlage vermutlich aufgrund von angestauter Hitze aus. Am Abend sorgte eine Gewitterzelle für mehrere wetterbedingte Einsätze: In der Leonhard-Bestgen-Straße in Stromberg sowie in der Karl-Fries-Straße in Bendorf wurde Wasser in Kellern gemeldet. Zudem wurde ein kleines Bäumchen im Sayntal bereits vor Eintreffen der Feuerwehr von der Polizei entfernt. Am Morgen nach dem Gewitter reinigte die Einheit Mülhofen mit dem Pulvertanklöschfahrzeug eine durch Kies und Dreck verschmutzte Fahrbahn im Lohweg.
Ein größerer Brandeinsatz folgte am 23. Juni auf der BAB 48. Ein Lastkraftwagen, der ein hölzernes Mobilheim transportierte, geriet in Brand. Das Feuer hatte bereits auf die Ladung übergegriffen und erforderte umfangreiche Lösch- und Nachlöscharbeiten. Vor Ort wurden die Kräfte von der Berufsfeuerwehr Koblenz mit einem Tanklöschfahrzeug unterstützt, um ausreichend Löschwasser zur Verfügung zu haben.
Zwei weitere Auslösungen von Brandmeldeanlagen am 24. und 27. Juni in Mülhofen verliefen ohne Schadensereignis. Ursachen waren Hitzestau beziehungsweise Rauchentwicklung durch einen Grill.
Am 25. und 28. Juni unterstützte die Feuerwehr Bendorf gemeinsam mit benachbarten Feuerwehren bei zwei Einsätzen auf dem Rhein, nachdem jeweils Personen im Wasser gemeldet worden waren. Beide Einsätze gingen glücklicherweise glimpflich aus.
Ein Stromausfall, der neben Teilen von Koblenz und den Rheindörfern auch das Stadtgebiet Bendorf betreffen sollte, wurde am Vormittag des 27. Juni gemeldet. Nach Rücksprache mit dem Energieversorger stellte sich heraus, dass das Stadtgebiet Bendorf nicht betroffen war, sodass kein weiteres Eingreifen erforderlich wurde.
Den Abschluss des Monats bildete am 29. Juni eine dringende Türöffnung in der Erik-Reger-Straße im Stadtteil Sayn. Noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr konnte die Wohnung durch Angehörige geöffnet werden. Die betroffene Person war wohlauf, sodass kein weiteres Eingreifen erforderlich war.

