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Ausnahmezustand im Bendorfer Rathaus

Wenn im Rathaus geschunkelt wird, Krawatten fallen und der Sitzungssaal zur närrischen Hochburg wird, dann ist klar: In Bendorf haben die tollen Tage begonnen. Von der traditionellen Machtübernahme an Schwerdonnerstag über das fröhliche Stelldichein der Karnevalsvereine am Sonntag bis zum Höhepunkt am Rosenmontag präsentierte sich die Stadt einmal mehr als karnevalistische Hochburg mit Herz und Humor.

Den Auftakt machten an Schwerdonnerstag die Möhnen aus Groß-Bendorf. Mit viel Charme und Heiterkeit stürmten sie das Rathaus und übernahmen symbolisch das Zepter. Bürgermeister Christoph Mohr und der Erste Beigeordnete Peter Schneider ergaben sich dem närrischen Treiben und mussten traditionell ihre Krawatten lassen. Der Widerstand der Verwaltung hielt sich erwartungsgemäß in Grenzen.

Im bunt geschmückten Rathaussaal herrschte ausgelassene Stimmung. Die Obermöhnen aus Mülhofen, Sayn und Stromberg sorgten mit humorvollen Ansprachen für beste Unterhaltung. Gemeindereferentin Judith Richter stimmte ein musikalisches Loblied auf die Frauen an.

Für eine faustdicke Überraschung sorgte der Auftritt einer neuen Anwärterin auf das vakante Amt der Bendorfer Obermöhn. Die adrette Dame namens „Elisabeth“ betrat mit selbstbewusstem Lächeln und feuriger Bewerbungsrede die Bühne – und hatte die Lacher sofort auf ihrer Seite. Spätestens beim zweiten Blick wurde jedoch klar: Hinter Perücke und Kostüm verbarg sich kein Geringerer als Pfarrer Frank Klupsch, der mit seinem humorvollen Rollenwechsel einmal mehr bewies, dass Frohsinn und Kirche in Bendorf bestens harmonieren.

Musikalisch traf Rathauschef Mohr mit seiner fast schon traditionellen Gesangseinlage „Unser Stammbaum“ wieder genau den Nerv des Publikums und brachte den Geist des Karnevals auf den Punkt. Auch bei der Zugabe „In unserem Veedel“ sangen die Damen kräftig mit.

Am Sonntag setzten die Karnevalsvereine der Stadt die närrische Regentschaft fort. Nach dem Einmarsch in den Stadtpark überließ die Stadtspitze den Gecken nur allzu gerne das Feld. Gemeinsam mit dem Festausschuss Bendorfer Karneval, der KG Sayn, der KG Mülhofen, der Bendorfer Narrenzunft, der Gemeinschaft Stromberger Karneval und der KuK Bendorf wurde im großen Sitzungssaal gesungen, getanzt und geschunkelt.

Für besondere Begeisterung sorgte das 29. Kinderprinzenpaar der Kita „Haus des Kindes“: Prinz Yassin I. aus dem Dschungel der Löwen und Prinzessin Amira I. aus der kunterbunten Fledermaushöhle eroberten mit ihrem niedlichen Hofstaat die Herzen im Sturm. Als Zeichen ihrer Regentschaft erhielten sie eine Schatztruhe und den Mini-Rathausschlüssel. Ein symbolischer Beweis dafür, dass die Zukunft des Karnevals in Bendorf rosig ist.