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Die Sayner Hütte - Auf dem Weg zum Weltkulturerbe

Die Sayner Hütte ist ein besonderes Denkmal der frühen Industrialisierung auf dem europäischen Kontinent, ein von der Bundesarchitektenkammer ausgezeichnetes Wahrzeichen der Ingenieurkunst und ein außergewöhnliches Zeugnis der Industriekultur. Die technischen Innovationen sind von internationaler Bedeutung.

Die Sayner Hütte ist ein wesentlicher Faktor in der Denkmal- und Kulturlandschaft Sayn und der industriekulturellen Landschaft von Bendorf und damit herausragender Impulsgeber für nachhaltige Entwicklungen im Landkreis und in der Region.

Der Trierer Kurfürst Clemens Wenzeslaus von Sachsen gründete im Jahre 1769 eine Eisenhütte unterhalb des Burgbergs in Sayn. Das barocke Comptoir aus der kurfürstlichen Epoche ist bis heute erhalten und genutzt. Das 250. Jubiläum des Standorts Sayner Hütte konnte 2019/2020 gefeiert werden.

Video der Agentur Jangled Nerves zur Entstehung der Dauerausstellung in der Krupp'schen Halle und der Inszenierung des Hochofengebäudeshttps://vimeo.com/357351425 

 

I.               Von Preußen nach Rheinland - Pfalz

Die preußische Krone übernahm nach dem Wiener Kongress im Jahre 1815 das Rheinland und gelangte dabei in den Besitz der Sayner Hütte. Neben Berlin und Gleiwitz (Oberschlesien/jetzt: Gliwicze, Polen)) wurde die Sayner Hütte als eine der drei Königlich-Preußischen Eisenhütten ausgebaut und auf modernsten technischen und architektonischen Standard gebracht. Gerade die technischen Innovationen in Verbindung mit der Ausbildung von Ingenieuren und Meistern machten die Sayner Hütte zu einer wichtigen Institution des industriellen Aufbaus auf dem europäischen Kontinent. Unter der Leitung des genialen Erfinders, Carl-Ludwig Althans, wurde in den Jahren 1828 bis 1830 die neue Gießhalle der Sayner Hütte errichtet, deren Bauweise in selbsttragender Gusseisen-Konstruktion Epoche machend für eine völlig neue Bauweise im Hallenbau wurde.

1865 verkaufte der preußische Staat die Hütte an Alfred Krupp. Dieser aber war mehr an den mitgekauften Gruben in Horhausen als am Eisenguss aus Sayn interessiert. Die Verhüttung wurde bald eingestellt, die Hütte 1926 stillgelegt. Es folgte eine Periode des Verfalls, bis der Ingenieur Heinrich Strüder 1976 die Halle für seine betrieblichen Zwecke erwarb und sanierte. Nach Veräußerung des Betriebs an eine Nachfolgefirma stand das Areal zum Verkauf.

Der Stadtrat von Bendorf hat im Jahr 2003 von dem Vorkaufsrecht nach Denkmalschutzrecht für die Sayner Gießhalle Gebrauch gemacht. Damit wurde die Stadt Bendorf im Jahr 2004  Eigentümer des Denkmals Sayner Hütte in Bendorf-Sayn und damit ihrer Verantwortung für ein außergewöhnliches Industrie- und Kulturdenkmal gerecht.

In enger Zusammenarbeit mit dem Land Rheinland-Pfalz, der Generaldirektion Kulturelles Erbe RP, dem Landkreis Mayen-Koblenz und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft am Mittelrhein mbH, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und dem Freundeskreis Sayner Hütte e.V. u.a., wurden zunächst

·  die bauliche Bereinigung des Areals eingeleitet und

·  die konzeptionellen Grundlagen für eine Sanierung und nachhaltige Entfaltung des Geländes erstellt.


Die Sanierung folgt den nachstehenden Konzepten:

1.    Masterplan

a) Grundlagen
- Grundlagen der Industriehistorischen Analysen/Bauforschung
- Grundlagen der bisherigen städtebaulichen Planung
- Grundlagen des Nutzungskonzeptes
- Grundlagen der Denkmalpflegerischen Zielsetzung
- Grundlagen des Bestandes
- Grundlagen der Vermessung
- Grundlagen der bisherigen architektonischen Planung
- Grundlagen der Beleuchtungskonzeption

b) Entwurfsszenarien
- Nutzung Hochofen + Arkadengebäude mit unterschiedlichen Nutzungsszenarien
   inkl. Kostenprognose
- Neuanlage Bereich Möllerbrücke mit Nutzungsszenarien
- Oberer Erzplatz und ehemaliges Kohlelager
- Eingangssituation im Bereich des Adlertors
- Geländeschnitte
- Flächenmäßige Strukturierung

c) Konzeption
- Material + Wege + Parkraum
- Modellhafte Visualisierungen

 

2.    Ein Städtebaulicher Rahmenplan mit der Gebietskulisse Denkmallandschaft Sayn ist im Entwurf erstellt und wird im nächsten Jahr verabschiedet.

3.    Konzeption eines Besuchervermittlungskonzeptes

 

II.            Das Verständnis von der Sayner Hütte

Die Sayner Hütte ist

·  anerkannt als „National wertvolles Kulturdenkmal“;

·  ein „Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst Deutschlands“ (Auszeichnung der Gießhalle durch die Bundesingenieurkammer im Jahr 2010);

· ausgezeichnet als „Premiumprojekt des Bundes“ (gefördert durch das Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“, 2014 und 2017).

In der Wissenschaft ist das Industriedenkmal Sayner Hütte eine bekannte und anerkannte Größe.

Dies bezog sich zunächst nur auf die für die damalige Zeit (1820 bis 1865) überragende Architektur der Hallenkonstruktion aus vor Ort gefertigten Gusseisenteilen in Verbindung mit Glasfeldern. Ausschließlich hierauf bezog sich auch die vom Land in 2012 betriebene Bewerbung zur Aufnahme auf die nationale Tentativliste zum Weltkulturerbe.

Die Grundriss- Form einer Basilika mit einem Hauptschiff und zwei Seitenschiffen ließ Fachleute wie Liebhaber von einer Industrie-Kathedrale bzw. einer Kathedrale der Arbeit sprechen. An den Säulen befestige Krane wurden erstmals auf Kugellagern in der Größe von Tennisbällen bewegt. Die Schaufeln der Wasserräder waren von dem preußischen Ingenieurgenie Althans so weit verändert, dass die Räder deutlich schneller liefen als traditionelle Wasserräder. Die Erfindung des sogenannten Fischbauchträgers ermöglichte als statisches Element das Tragen schwererer Lasten. Ein parallel zum Saynbach ab Isenburg angelegter Gewerbekanal, Obergraben genannt, führt über ca. zwei Kilometer das für den Betrieb der Wasserräder/Turbinen benötigte Wasser in den benötigten Mengen und Geschwindigkeiten zum Hüttenareal.

Nachdem im Ausland Dokumente über die Konstruktion des Hochofens entdeckt werden konnten, führte die Stadt Bendorf auf Empfehlung des Beirats der Stiftung unter der Leitung von Museumsleiterin Barbara Friedhofen industrie-archäologische Grabungen in der Gießhalle durch. Die gelernte Archäologin fand als Ergebnis der Ausgrabungen das bestätigt, was die Hochofenpläne darstellten: Einen für die damalige Zeit hochinnovativen Hochofen mit Ergänzungsanlagen. Themen wie Wärmerückgewinnung zur Erhöhung der Schmelztemperatur wurden bereits 1830 einer technischen Lösung zugeführt.

Zwischenzeitlich gibt es neuere wissenschaftliche Erkenntnisse und Bewertungen, die das gesamte Hüttenwerk als eine ineinander greifende und wirkende Maschine verstehen, in und mit der die Produktionsabläufe effizienter und schneller gestaltet wurden. Der Einstieg in das Industriezeitalter wird erstmals vollzogen.

Der Architekt und ehemals oberste Denkmalpfleger des Landes Nordrhein-Westfalen, Prof. Dr. Karl Ganser, hatte in der „CHARTA SAYNER HÜTTE“ bereits im Jahr 2010 unter anderem Folgendes formuliert:

DENKMAL VON WELTRANG

Die Sayner Hütte war zu Beginn des 19. Jahrhunderts führend in der Entwicklung der Gusseisen-Technologie und Epoche machend für die Industriearchitektur und den Ingenieurbau. Vor allem die weit gespannten Tragwerke aus Eisenguss hatten hier ein innovatives Zentrum für die spätere weltweite Verbreitung im Brückenbau, bei Bahnhofshallen, Messehallen, Aussichtstürmen und Industrieanlagen.

Die Konstruktion der Gießhalle ist eine der frühesten Anwendungen dieser neuen Technologie. Dazu hat die preußische Bauverwaltung unter dem Architekten Althans eine faszinierende Architektur geschaffen.

Die große Zeit des Eisengusses ist längst vorbei. Heute ist diese Gießhalle weltweit wohl das einzige erhaltene Zeugnis, das in großartiger Architektur an den Beginn dieser Epoche erinnert. Die Sayner Hütte mit der Gießhalle im Mittelpunkt ist ein Gesamtkunstwerk von Weltrang.

GUSSEISENZEIT

Die Sayner Hütte ist ein machtvolles und zugleich prachtvolles Zeugnis der Gusseisen-Zeit. Am Beginn des 19. Jahrhunderts entsteht in Sayn eines der großen Innovationszentren für die Gusseisen-Technologie.

Der Grundstein mit einer Manufaktur unter kurtrierischer Herrschaft wird bereits im 18. Jahrhundert gelegt. Unter preußischer Führung gelingt der Übergang zur industriellen Fabrikation.

Von hier aus wurde die Epoche der weit gespannten Tragwerke aus Gusseisen eingeleitet. Die Gießhalle ist dafür eine frühe baukünstlerisch besonders gelungene Anwendung. Die Sayner Hütte wurde zugleich berühmt für den Eisenkunstguss.

          

III.           Die Arbeiten zur Zukunftssicherung

Die einzigartige gusseiserne Hallen-Konstruktion der Gießhalle aus den Jahren 1828/30 konnte mit erheblichen Anstrengungen der Stadt Bendorf und Förderungen des Landes Rheinland-Pfalz erhalten und in den Jahren 2011/2012,2013 und 2014 für die Zukunft gesichert werden. Ebenso wurde in den Jahren 2018 bis 2019 das Hochofengebäude in die ursprüngliche Baukubatur des Entstehungsjahres 1830 zurückgebaut und mit neuen modernen Bauelementen ergänzt.

Um dem Anspruch dieser Auszeichnungen gerecht zu werden und um eine Fortführung der Entwicklung und Neuorientierung des Denkmalareals zu realisieren, ist die Stadt Bendorf konsequent dem Weg einer qualitativ hochwertigen Sanierung gefolgt.

Bis Ende des Jahres 2021 werden rund 17.950.000 € in die Sanierung investiert werden. Davon beträgt der Eigenanteil der Stadt rund 3,3 Mio. €.                         

Weitere Fördergeber sind u.a.:

·         die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) des Landkreises Mayen-Koblenz

·         das Land Rheinland-Pfalz

·         die Bundesrepublik Deutschland

·         die Europäische Union

·         die Deutsche Stiftung Denkmalschutz

·         die Stiftung Zukunft der Sparkasse Koblenz

·         der Freundeskreis Sayner Hütte

·         einzelne Bürger der Stadt Bendorf

Grafische Übersicht über das Hüttengelände und die einzelnen Baumaßnahmen

Aufstellung der Investitionen

IV.          Konzentration unter dem Dach einer Stiftung

Die Stadt Bendorf hat gemeinsam mit den Landkreis Mayen-Koblenz und dem Land Rheinland-Pfalz Ende des Jahres 2012 eine öffentlich-rechtliche Stiftung gegründet (Landesstiftung), mit dem Ziel, dauerhaft einen Betrieb für die Öffentlichkeit auf der Sayner Hütte zu gewährleisten.

Seit dem Jahr 2018 wird die Stiftung von einer hauptamtlichen, bis zu diesem Zeitpunkt von einer ehrenamtlichen Geschäftsführung geleitet.

Die Stiftung übernimmt nach und nach mit dem Fortschritt der Sanierungsarbeiten auf dem Gelände die sanierten Teile zur eigenen Nutzung und letztlich am Ende das gesamte Gelände zu Eigentum.

Das seit dem Jahre 2000 in den Räumen von Schloss Sayn installierte Rheinische Eisenkunstguss-Museum (REM) hat auf dem Gelände der Sayner Hütte eine neue Heimat gefunden und wird voraussichtlich Ende 2021 in neu gestalteten Räumen seinen Betrieb in der ehemaligen Tiegelgießerei eröffnen. Im Museum werden Erzeugnisse des Kunstgusses der Sayner Hütte ausgestellt.

Auch heute noch finden sich Kunstgusserzeugnisse in der Region.

Erzeugnisse der Sayner Hütte in der Region

 

V.            Ehrenamt und Vernetzung

Der Ingenieur Heinz Strüder und der Freundeskreis Sayner Hütte sind Synonyme für die Rettung der seinerzeit bereits zum Abbruch freigegebenen Gießhalle und für nachhaltiges bürgerschaftliches ehrenamtliches Engagement.

Ohne die Initiative des Vereins mit seinen rund 300 Mitgliedern und Förderern

·  wäre es nicht zum Erwerb der Gießhalle durch die Stadt Bendorf gekommen,

·  hätten fortwährende Bürger-Arbeiten auf dem Gelände dessen Verrottung nicht verhindert,

·  hätte eine zunächst ehrenamtliche Geschäftsführung für die Stiftung Sayner Hütte nicht installiert werden können.

Der Freundeskreis Sayner Hütte ist nach wie vor ein stabilisierender Faktor für Entwicklung der Sayner Hütte, der durch fortwährendes Bürger-Engagement die Ziele zum Erhalt und zur Sanierung des Denkmals seit ca. 20 Jahre begleitet. Er hat es sich u.a. zur Aufgabe gemacht, eine Schriftenreihe zu Themen rund um die Sayner Hütte herauszugeben und Vorträge zu organisieren. Mitglieder des Freundeskreises haben freien Eintritt zum Hüttengelände. www.freundeskreis

Weitere ehrenamtliche Unterstützung gibt der Förderverein des Rheinischen Eisenkunstguss-Museums, der im Rahmen seiner Vernetzung den Kunstmarkt hinsichtlich des Angebots von Eisenkunstguss beobachtet und für Ankäufe für das Museum gesorgt hat.

Die Sayner Hütte ist Schaltpunkt einer Kooperation der ehemaligen drei preußischen Eisen-Hütten und ihrer Museen in Sayn, Berlin und Gleiwitz/Gliwicze. Dem angeschlossen hat sich die Schell-Kollektion in Graz, über die Kunstgüsse der Donau-Monarchie erschlossen werden.

Unregelmäßig treffen sich die europäischen Freunde des Eisenkunstgusses zu Tagungen (von Frankreich bis Russland).

Bleibt zu erwähnen, dass die seit Jahren bestehenden guten Kontakte zum historischen Archiv Krupp der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung in Essen immer wieder zu wechselseitigem fachlichen wie freundschaftlichem Austausch führen.

Die Sayner Hütte ist Mitglied der Europäischen Route der Industriekultur (Präsident: Prof. Dr. Meinrad Grewenig) und darüber mit Industriedenkmälern in ganz Europa vernetzt: www.erih.net

 

VI.          Der Weg zum Weltkulturerbe

Bereits im Jahr 2012 wurde durch Beschluss des Ministerrates des Landes Rheinland-Pfalz die Sayner Hütte für die Tentativliste der Bundesrepublik Deutschland vorgeschlagen. Seitens des Landes war dazu auch eine Begründung erstellt worden. Dieser Antrag wurde durch eine Expertenkommission unter Angabe von Gründen zurückgestellt. Im Wesentlichen fehlte der Fachjury der wissenschaftliche Nachweis in der Begründung, dass die Sayner Hütte das erste Gebäude seiner Art sei (Vergleichsstudien). Die Stadt Bendorf war in die Antragstellung nicht eingebunden worden.

Die wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Historie, zur Bau- und Technikgeschichte der Sayner Hütte konnten im Laufe der letzten Jahre nach 2012 wesentlich erweitert werden. Insbesondere haben die Ergebnisse neuerlicher Bauforschung am Hochofengebäude mit Ausgabungen und neue – bis dahin unbekannte - Quellen zur Technikgeschichte in den Jahren 2018 bis 2019 ein neues Licht auf die Sayner Hütte geworfen.

Dies wird vom damaligen Bauforscher Rolf Höhmann aus Darmstadt bestätigt.

Derzeit ist die FU Bergakademie Freiberg/Sachsen mit einer Vergleichsstudie für einen erneuten Welterbeantrag beauftragt. Das Zwischenergebnis wird in einer Sondersitzung des Stadtrates am 26. Januar 2021 vorgestellt und diskutiert.

Das Land hat das Vorschlagsrecht für zwei Bewerbungen. Derzeit zeichnen sich 4 Bewerbungen für die Nominierung auf der Deutschen Tentativliste aus Rheinland-Pfalz ab.

Neben der wissenschaftlichen Begründung ist es ebenso wichtig, eine einheitliche und klare Position des Rates der Stadt Bendorf zu entwickeln und als Entscheidung zu kommunizieren.

Auch der Kreistag des Landkreises Mayen-Koblenz hat eine integrative Aufgabe durch Unterstützung des Projektes Sayner Hütte.

Es geht hier um 250 Jahre Industrie- und Sozialgeschichte unserer Stadt, deren bedeutende Zeugnisse in den zurückliegenden Jahren mit kreativer Kraft entfaltet werden konnten. Der Stadtrat der Stadt Bendorf kann stolz darauf sein, diese Entwicklung begleitet und vorangetrieben zu haben. Die Nominierung der Sayner Hütte als Welterbe ist u.a. auch ein wichtiger Baustein der nachhaltigen Entwicklung des Standortes. 

 

VII.         Die Auswirkungen auf Stadt und Region

Ein Welterbetitel könnte folgende Auswirkungen für die Stadt Bendorf bzw. deren Entwicklung haben:

1.     Auswirkungen des Schutzcharakters des Welterbes um den Bereich der Sayner Hütte

           (Pufferzone) bei städtebaulichen Gestaltungsmaßnahmen. 

Diese sind jetzt schon vorhanden.
Denn die Sayner Hütte und die Denkmallandschaft Sayn sind bereits heute in vier Denkmalzonen aufgeteilt (Denkmalzone Sayner Hütte, Schlosspark, Burgberg/Schloss und Alt-Sayn), die nach aktuellen Planungen des Landes in einer gemeinsamen Denkmalzone zusammengefasst werden sollen.
Diese Denkmalzonen haben bereits heute gewisse Wirkungen auf die Entwicklung dieses Bereiches. Insofern ist eine weitere Einschränkung der Entwicklungsmöglichkeiten nicht zu erwarten.

2.    Finanzielle Auswirkungen:
Die Vergleichsstudie als Grundlage für den Welterbeantrag ist von der Stadt Bendorf beauftragt. Diese Beauftragung wird durch eine Landesförderung abgedeckt, bzw. durch eine Finanzierung des Freundeskreises Sayner Hütte getragen. Daher entstehen hierfür keine Kosten.
Das weitere Antragsverfahren wird nach Auskunft des zuständigen Ministeriums vom Land Rheinland-Pfalz getragen. Dies ist auch so in den Regularien der UNESCO-Deutschland vorgesehen.

Regionalwirtschaftliche Effekte am Beispiel der Völklinger Hütte belegen, dass sich Weltkulturerbe rechnen kann.

3.    Auswirkungen auf die Stadtentwicklung:     

· Deutliche Steigerung des Bekanntheitsgrades und Imagegewinn der Stadt Bendorf und der Region durch den Welterbetitel

· Ein gesteigertes Interesse des Landes und seiner Kultur- und Denkmalorganisationen durch den Rang des Denkmals

· Steigerung der medialen Aufmerksamkeit

· Deutlich bessere Vermarktungschancen des Standorts durch erhöhte öffentliche Wahrnehmung

· Chance der Weiterentwicklung des Kulturparks Sayn als Touristische Destination

· Bessere Förderungsmöglichkeiten (auch für das Umfeld bzw. im Stadtraum)

· Breitere und tiefere Vernetzung der Tourismusangebote im Landkreis

 

VIII.  Prominenter und erfahrener Fürsprecher

Der Vorsitzende des wissenschaftlichen Beirats der Stiftung Sayner Hütte, Professor Dr. Meinrad Maria Grewenig, hat in der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am 20.11.2020 einen Vortrag zur Bedeutung der Sayner Hütte und zu deren Einordnung in andere Weltkulturerbestätten gehalten.

Sein Vortrag war faszinierend, sein Urteil ist eindeutig:

Die Sayner Hütte ist ein riesiger Edelstein, der weiter geschliffen und zum Glänzen gebracht werden muss. Ausgangspunkt der Industrialisierung, der Serienfertigung und von Industrie-Design.


Panoramaseite der Rhein-Zeitung

Einen guten Überblick über die Maßnahmen zur Sanierung der Sayner Hütte mit einem Video vom Denkmalareal bietet ein Artikel der Rhein-Zeitung vom 05.01.2019:

https://www.rhein-zeitung.de/region/lokales/koblenz_artikel,-millionenprojekt-sayner-huette-alte-industrieanlage-wird-aufwendig-saniert-ein-ueberblick-mit-video-_arid,1918364.html

 

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