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RHEINISCHES EISENKUNSTGUSS-MUSEUM

Das Rheinische Eisenkunstguss-Museum präsentiert filigrane Kunstwerke in Eisenfeinguss. Wertvolle Zeugnisse aus der Zeit der Frühindustrialisierung, hergestellt in der ehemals königlich-preußischen Sayner Hütte, fanden europaweit Bewunderung in den Berliner Akademieausstellungen 1822/24 und auf der  Weltausstellung im Jahre 1855 in Paris. Die herausragende Qualität des Eisenkunstgusses der drei königlich-preußischen Eisengießereien in Berlin, Gleiwitz (Gliwice, Oberschlesien, heute Polen) und Sayn blieb in Europa und darüber hinaus unter dem Markennamen „Berliner Eisen“ nahezu unerreicht und wurde von Hüttenwerken ganz Europas zum Vorbild genommen.

Doch nicht nur schmuckes Eisen steht im Mittelpunkt der Dauerausstellung. Das Rheinische Eisenkunstguss-Museum widmet sich der Thematik "Arbeit und Leben zur Zeit der Industrialisierung", skizziert den Stellenwert der Unternehmerfamilien Remy, Lossen und Krupp für die Eisenindustrie der Region und gewährt Einblick in die Technik des Metallformens- und Gießens.

Als Meisterwerk früher Industriearchitektur geplant von Universalgenie Carl Ludwig Althans wird der 1830 vollendeten Gießhalle der Sayner Hütte ein besonderer Platz im Museum eingeräumt. Die aus einzelnen in Eisenguss gefertigten Bauelementen errichtete und so filigran wirkende Industriehalle mit ihrer in Glas aufgelösten Westfassade, gilt europaweit als Prototyp des modernen Industriebaus. 2010 adelte die Bundesingenieurkammer das technische Kulturdenkmal als „Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst“.

Das Rheinische Eisenkunstguss-Museum bietet ein buntes Veranstaltungsprogramm aus Spezialführungen, Museumstheater, Kunst- und industriegeschichtlichen Ausstellungen, Kinderprogramm und Veranstaltungen.

Mit dem Umzug des Rheinischen Eisenkunstgussmuseums auf die Sayner Hütte kehren die Sammlungsstücke sozusagen zurück an ihren Herstellungsort. Bis das Eisenkunstgussmuseum die neuen Ausstellungsräume bezieht, wird die Sammlung in Teilen weiterhin präsentiert und vielfältigen Besuchergruppen auf eine überraschende und interaktive Art nahegebracht. Interimsort dieser vorübergehenden Neupräsentation der Sammlung ist eine der beiden Emporen in der sogenannten Krupp´schen Halle (Besucherzentrum) auf dem Denkmalareal Sayner Hütte.

Aktuelle Workshops & öffentliche Führungstermine: https://www.saynerhuette.org/oeffentliche-fuehrungen/  


Ausstellung "Bunte Güsse" - 27.3.2020 – 31.12.2020

Foto: Benedikt Rothkegel

In der Sonderausstellung werden „Bunte Güsse“ von ausgewählten Sammlungsstücken in Zucker angefertigt und stehen damit im reizvollen Kontrast zu den schwarzen Eisengussobjekten auf der Sayner Hütte.

„Die Ausstellung und das Werkstatt-Programm „Bunte Güsse“ möchte einen haptischen, spielerischen und ephemeren Gegenpol schaffen, so die Ausstellungsmacherinnen Carlotta Werner und Anna Heidenhain. „Sie soll köcheln und duften, möchte zum Mitmachen anregen und generationsübergreifend die Besucher*innen ansprechen.“ Hier werden bunte Güsse von ausgewählten Sammlungsstücken in Zucker angefertigt. Sie stehen mit ihrer Farbigkeit und Transparenz im reizvollen Kontrast zu den schwarzen Eisengussobjekten. Es werden Workshops und ein spannendes Führungsprogramm angeboten.

Die Sonderausstellung mit ihrem museumspädagogischen Werkstattprogramm “ BUNTE GÜSSE / Die Sammlung ohne Eisen” wählt einen haptischen und spielerischen Vermittlungsansatz, der zum Mitmachen anregen und generationsübergreifend die Besucher anspricht.

Betreten die Besucher die Kruppsche Halle, empfängt sie eine schwebende und farbenfrohe Skulptur aus rund 300 Einzelteilen in der Mitte der Halle. Bei genauem Betrachten entdeckt der Besucher bereits Fragmente einzelner Sammlungsstücke darin. Die schwebende Skulptur lenkt den Blick zur Empore. Dort befindet sich die Gießerwerkstatt, das Herzstück der Ausstellung und des museumspädagogischen Werkstattprogramms.

Hier können große und kleine Besucher, individuell oder gemeinsam in Gruppen, bunte Zuckerabgüsse von ausgewählten Sammlungsstücken anfertigen. Diese stehen mit ihrer Farbigkeit und Transparenz im reizvollen Kontrast zur Materialität der originalen Eisenobjekte. Die gegossenen Elemente kann der Besucher dann zu neuen und fantastischen Skulpturen zusammensetzten.

Durch das Abgießen und das Collagieren der einzelnen Elemente wird der Herstellungsprozess der Eisenkunstgussobjekte unmittelbar erfahrbar und regt das Verständnis an. Denn auch die Produkte der Sayner Hütte konnten nach Musterbüchern und auf Kundenwunsch zusammenstellt werden. Die Besucher fertigen so ihr ganz individuelles und zuckersüßes Souvenir ihres Museumsbesuchs an. Diese können entweder im Museum die Sammlung bzw. die Ausstellung ergänzen oder mit nach Hause genommen werden.

Eintritt zum Denkmalareal Sayner Hütte (inkl. Sonderausstellung „Bunte Güsse“):

Erwachsene: 6,- Euro,
Schwerbehinderte: 5,- Euro
Kinder und Jugendliche ab 13 Jahre: 4,- Euro
Kinder unter 13 Jahre sowie erforderliche Begleitpersonen von Schwerbehinderten haben freien Eintritt.
Die Führung kostet 6,- Euro für Erwachsene und 3,- Euro für Kinder/Jugendliche.

Schaugießen jeden Sonntag von 14-16 Uhr, außer am 27. September 2020 16-18 Uhr, in der Ausstellung „Bunte Güsse – Die Sammlung ohne Eisen“.

Weitere Infos unter: www.saynerhuette.org 


 

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