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Kulturpreis der Stadt Bendorf Anerkennung für künstlerisches Schaffen und kulturelles Engagement

Bendorf ist eine Stadt mit einem regen Kulturleben. Anerkennung und Ansporn sind mit dem Kulturpreis verbunden, der von der Stadt alle drei Jahre verleihen wird. Der Kulturpreis ist mit 1.500 Euro dotiert.

Der Preis kann an Personen, Vereine, Gruppen und Institutionen vergeben werden, deren Arbeit bzw. Aktivität eine große Beachtung bzw. Anerkennung sowohl in der Stadt Bendorf selbst, aber auch darüber hinaus gefunden hat. Neben bildender Kunst, Literatur, Musik und Heimatgeschichte werden auch weitere kulturelle Aktivitäten von der Jury berücksichtigt.


Preisträger in der Übersicht

Kulturpreis 1991: Hans Scharfenstein †

Der Heimatforscher Hans Scharfenstein erhielt den ersten Kulturpreis der Stadt Bendorf. Er zeichnete sich durch unerschöpfliche Kenntnisse der Heimatgeschichte aus. In der Bendorfer Zeitung, im Landkreiskalender und in öffentlichen Vorträgen gab er sein Wissen weiter. Dabei sah er hinter jedem Ereignis den Menschen und wusste seine Erzählungen mit ungezählten Anekdoten zu würzen. So war es kein Wunder, dass der damalige Bürgermeister Karl Schön ihn mit der Gründung eines Heimatmuseums betraute. Der Maler- und Anstreichermeister widmete sich der Aufgabe mit Hingabe und sichtete historische Schätze in den Kellern und Speichern der Verwaltungsgebäude. 1973 eröffnete das Heimatmuseum, das er bis zur Umgestaltung 1990 leitete.

 

Kulturpreis 1994: Fritz Bode, Emil Holler und Franz Lenßen †

Fritz Bode, Emil Holler und Franz Lenßen gingen als „Mühlenmänner“ in die Geschichte der Stadt ein. Tausende von Arbeitsstunden investierten die Ehrenamtlichen in den Erhalt der „Heins Mühle“ in Sayn, deren Mahlbetrieb 1961 endete und die seit dem Jahre 1986 im Eigentum der Stadt stand. Es gelang ihnen, die Mühle wieder so auszugestalten, dass sie der Öffentlichkeit in ihrer Funktionalität präsentiert werden konnte.1987 wurde der Förderkreis Heins Mühle gegründet. Bis heute transportiert das Mühlenmuseum viel handwerkliches Wissen, Geschick und Tradition. Die Leistung der „Mühlenmänner“ war ein starker Impuls für die touristische Entwicklung der Gemeinde und ein Paradebeispiel für ehrenamtliches Engagement im Bereich Kultur.

 

Kulturpreis 1997: Georg Raber

Kunst in Ausstellungen zu zeigen, Konzerte damit zu verbinden, die Literatur keinesfalls außen vor zu lassen- diese Ziele formulierte Georg Nikolaus Raber 1983 bei der Gründung seiner Galerie "Hinter Lenchens Haus". Der Graphiker und Journalist erweiterte sein Wissen mit dem Studium der Kunstgeschichte. Er verstand es, Menschen für seine Idee zu begeistern, und schon bald etablierte sich seine Galerie in Bendorf als Treffpunkt für Künstler, Kunstfreunde und für interessierte Laien - als Raum der Begegnung und Kommunikation. Rabers vielseitige Ausstellungen aus den Bereichen Malerei, Skulptur und Grafik bereichern seit vielen Jahren das Bendorfer Kulturleben.

 

Kulturpreis 2000: Elisabeth Sprindt

Elisabeth (Elli) Sprindt rief im Jahre 1981 den Förderkreis e.V. Abtei Sayn ins Leben, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, vielseitige Beiträge zur Erhaltung der romanischen Abtei Sayn und der Baudenkmäler in ihrem Umfeld zu leisten. Mit unermüdlichem Engagement sorgte sie für steigende Mitgliederzahlen und begeisterte andere Bürger für das Ehrenamt. Sie initiierte Restaurierungsmaßnahmen und organisierte zahlreiche Einzelveranstaltungen, Benefiz-Konzerte und Besichtigungen für die Erhaltung der Abtei. Das langjährige Stadtratsmitglied hat sich außerdem stets stark sozial engagiert - vor allem in der Altenbetreuung, der Behindertenhilfe und der Hilfe für Arbeitslose.

 

Kulturpreis 2003: Klemens Pompetzki

Mit dem Bildhauer, Maler und Musiker Klemens Pompetzki wurde ein besonders vielseitiger Künstler ausgezeichnet, der sich weit über Stadt und Land hinaus mit seinen Arbeiten einen hervorragenden Ruf erworben hat. Der aus Ostpreußen stammende, in Hillscheid wohnende Künstler hat sich mit großen Skulpturen aus unterschiedlichen Materialien auf vielen öffentlichen Plätzen in Bendorf verewigt und somit das Stadtbild nachhaltig geprägt. Seine oft skurrilen Gestalten, die es auch in kleineren Formaten gibt, bieten stets Anlass zu Diskussionen und finden weltweit Anklang. Pompetzki hat außerdem mit seiner Malerei vielseitige Anerkennung gefunden und begeistert als Flötist und Saxophonist.

 

Kulturpreis 2006: Künstlergruppe Spectrum

Die Künstlergruppe Spectrum wurde für ihr Jahrzehnte währendes erfolgreiches Schaffen im Bereich Bildende Kunst gewürdigt. Sie setzt sich überwiegend aus Künstlerinnen und Künstlern der ehemaligen Zusammenschlüsse „Bendorfer Kunstfreunde“ und „Arbeitsgemeinschaft Bendorfer Kunstschaffender“ zusammen. Ausgezeichnet wurden Klaus Albert, Bernhard Blum, Hanne Börsch, Brigitte Casper-Brackmann, Claudia Geil, Ria Hahn, Jürgen Herbst, Hedda Hoffmann, Heide Jacobi, Christian Keller, Marlene Leal da Silva-Quabeck, Fritz Lenz, Miriam Montenegro, Ute Müller und Juliane Pompetzki. Die  heimischen bildenden Künstler kommen aus unterschiedlichsten Stilrichtungen.

 

Kulturpreis 2009: Peter Lindemann

Der Journalist Peter Lindemann stellt nicht nur seit vielen Jahrzehnten das Bild von Bendorf positiv in der Öffentlichkeit dar, er hat es auch selber mitgeprägt. Neben seiner Berichterstattung im „Kleeblatt“ und der Rhein-Zeitung hat er sich als Schriftsteller einen Namen gemacht. Auch in Sachen Heimatkunde ist Peter Lindemann ein qualifizierter Ansprechpartner. Als Vorsitzender der Gesellschaft für Geschichte und Heimatkunde (GGH) organisiert er zusammen mit seinem Vorstand den Erhalt von zahlreichen geschichtsträchtigen Dokumenten und die Erforschung der Bendorfer Geschichte. Er ist überdies Initiator und Organisator der beliebten Festspiele am Rheinblick.

 

Kulturpreis 2012: Dietrich Schabow

Dietrich Schabow hat sich neben seiner Tätigkeit als engagierter Pädagoge an der Neuwieder Blindenschule vor allem als Historiker einen Namen gemacht. Er setzte sich mit historischen und geisteswissenschaftlichen Themen auseinander, die für Sayn und die Region eine große Bedeutung haben. Seine Vorträge, Führungen und Veröffentlichungen über das Leben und Wirken jüdischer Menschen in Bendorf sowie die Jacoby‘schen Heilanstalten stießen in Fachkreisen auf hohe Anerkennung. Sein Name ist außerdem untrennbar mit der Abtei Sayn und der Sayner Hütte verbunden. Er ist Mitautor des Standardwerks über die Sayner Hütte und brachte die Forschung zur Bendorfer Industriegeschichte grundlegend voran.

 

Kulturpreis 2015: Arbeitsgemeinschaft Bendorfer Rock Festival  e. V.

Seit 1985 investieren die ehrenamtlich tätigen Mitglieder der AG Rock e.V. um den Vorsitzenden Michael Enchelmaier Zeit, Kraft und vor allem viel Leidenschaft bei der Organisation des „Bendorfer Weihnachtsrockfestivals“. Das Konzept: ein qualitativ hochwertiges Musikprogramm mit lokalen und überregionalen Acts zu moderaten Preisen. Dank vieler ehrenamtlicher Helfer und der Unterstützung von Sponsoren hat sich die Veranstaltung zu einem nicht mehr wegzudenkenden Höhepunkt im Bendorfer Kulturleben entwickelt. Zum 30-jährigen Jubiläum der Veranstaltung würdigte die Stadt das Engagement der privaten Initiative mit dem Bendorfer Kulturpreis.

 

Kulturpreis 2018: Manfred Pohlmann

Der moselfränkische Liedermacher Manfred Pohlmann steht seit Anfang der 70er Jahre auf der Bühne. Mit einem vielseitigen musikalischen Repertoire begeisterte er das Publikum auf mehr als 3000 Konzerten in Deutschland und im europäischen Ausland. Er trat bei großen Festivals auf und war er oft in Rundfunk- und TV-Produktionen zu Gast. Wie sich in vielen seiner Stücke zeigt, ist er seiner Heimatstadt innig verbunden und versteht sich gleichzeitig als überzeugter Europäer und Weltbürger. Manfred Pohlmann engagiert sich für Völkerverständigung und Toleranz, gerade die deutsch-französische Freundschaft liegt ihm am Herzen. Mit seinen Liedern in moselfränkischer Mundart lässt er eine aussterbende Sprache hochleben und vermittelt vielerorts ein Stück regionaler Lebensfreude.

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