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+++Freibad Sayn bleibt 2020 geschlossen+++ Öffnung nicht unter vertretbaren Umständen umsetzbar

Aufgrund der Corona-Pandemie bleibt das Sayner Freibad in diesem Jahr leider geschlossen. Wir freuen uns, Sie in der Badesaison 2021 wieder begrüßen zu können.

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Das Sayner Freibad ist zwar klein, aber unter den Bädern der Region wohl eines der reizvollsten. Deshalb wird es auch besonders geschätzt von den einheimischen und auswärtigen Besuchern. Normalerweise öffnet das Freibad Mitte Mai seine Tore und wird zum beliebten Freizeitmittelpunkt bis Anfang September für zahlreiche Gäste.

In diesem Jahr konnte das Bad wegen der Corona-Pandemie nicht zum gewohnten Zeitpunkt Mitte Mai öffnen. Bekannt war lediglich seitens der Landesregierung, dass die Schwimmbäder ab 27. Mai 2020 öffnen dürfen. Grundlage für die Überlegungen, das Freibad zu öffnen oder geschlossen zu halten, sind die Hygieneregeln der Landesregierung. Aufgabe der Kommune war es zu prüfen, ob eine Öffnung des Bades aus organisatorischen, personellen, finanziellen und Haftungsgründen möglich ist.

Bei der Prüfung, ob die Umsetzung der Hygieneregeln möglich sind, muss man die Größe der Liegeflächen, der Wasserflächen und die baulichen Voraussetzungen sowie die oben aufgeführten weiteren Faktoren beachten.   Anhand dieser Faktoren muss jede Kommune selbständig für sich prüfen, ob sie den Badebetrieb aufnehmen möchte oder nicht.

Dabei dürfte jedem Kenner, der sich mit der Hygieneregeln beschäftigt hat, klar geworden sein, dass ein Badebetrieb unter den Bedingungen der Regeln  nur sehr eingeschränkt ausfallen kann. Während Badeseen ohne kontrollierten Zugang im Grunde genommen nur die Abstands- und Hygieneregeln einhalten müssen, haben klassische Freibäder mit kontrolliertem Eintritt massive Probleme, die Hygieneregeln umzusetzen und einzuhalten.

Betrachten wir nun das Sayner Freibad: Durften nach dem 8. Hygienekonzept  der Landesregierung vom 25.5.2020 bei 830 m² Nutzfläche und 3600 m² Liegewiese 261 Besucher das Schwimmbad aufsuchen, so sind es nach dem 9. Hygienekonzept 443 Besucher (830m² + 3600 m² = 4430 m²). Bei näherem Hinsehen auf die Abstandsregeln, den baulichen Zuschnitt des Freibads und eine evtl. verkürzten Badezeit bei einem möglichen Zwei-Schichten-Betrieb dürften wir aber nur 150 Besuchern den Zutritt zum Freibad gestatten. Ansonsten ist ein geordneter Badebetrieb überhaupt nicht möglich.

Diese 150 Personen müssen sich im Abstand von 1,50 Metern mit Mund-Nasen-Schutz vor der Kasse anstellen und ihre Kontaktdaten - Name, Vorname, Anschrift, Telefonnummer - angeben. Beim Verlassen des Schwimmbades muss der Zeitraum des Besuchs dokumentiert werden. Die Kontaktdaten werden zum Zwecke der Auskunftserteilung gegenüber dem Gesundheitsamt oder der Ortspolizeibehörde erhoben, dokumentiert und für einen Monat gespeichert.

Personen mit Atemweginfektionen ist der Zugang zu verwehren. Es ist sicher verständlich, dass jede Registrierung einen Zeitaufwand von ca.  30 Sekunden verursacht, mit der Folge, dass die Besucher vor der Kasse in der Schlange stehen müssen. Auch bei einem Buchungssystem und bei einer bargeldlosen Bezahlung stehen Besucher an der Kasse, die von dem Buchungssystem nichts  gewusst haben. Sehr schwierig dürfte es für das Kassenpersonal werden, dem 151. Badegast sagen zu müssen, dass er das Freibad nicht mehr betreten darf. Durchaus realistisch könnte es sein, dass die Aufforderung des Kassenpersonals, das Schwimmbad nicht zu betreten, überhört wird.

Alle Besucher des Freibades müssen sich beim Betreten des Bads die Hände desinfizieren bzw. waschen. Geeignete Waschgelegenheiten bzw. Desinfektionsspender sind vorzuhalten.

Im Freibad selbst ist die Wegeführung laut Verordnung durch ein Einbahnsystem zu regeln. Dies würde bedeuten, dass die Besucher über den am Rande des Saynbachs angelegten Wiesenbereich gehen müssten, um auf die Liegewiese zu gelangen, die sich im hinteren Badebereich befindet. Beim Verlassen des Schwimmbades müssten sie den im oberen Bereich des Schwimmbads befindlichen Weg benutzen. Im Bereich des Schwimmbadgebäudes wäre eine Trennung der Wege nicht möglich.

Die einzelnen Bereiche des Freibades müssten klar voneinander abgetrennt werden, um eine Vermischung oder Gruppenbildung der Badegäste zu vermeiden. Voneinander zu trennen wären das Schwimmerbecken und das Nichtschwimmerbecken. Das Kinderbecken ist ohnehin schon von den übrigen Becken getrennt. Auf den Liegewiesen sollten Flächen für Familien ausgewiesen werden.

Auf der Grundlage der Hygieneverordnung gibt es zwei Möglichkeiten, im Becken zu schwimmen. Es werden den Schwimmern zwei ovale Bahnen eingeräumt, wo Schwimmer dann im Abstand von 1,50 Metern nur für kurze Zeit schwimmen können oder es wird den Schwimmern die Möglichkeit eingeräumt, im Einbahnstraßensystem im Freibad zu schwimmen, das Schwimmbad zu verlassen und anschließend wieder beim Einstieg anzustellen, um eine Bahn zu schwimmen.  Beim Runden-Schwimmen können sich maximal nur ca. 30 Besucher im Schwimmerbecken aufhalten und beim Einbahnschwimmen ca. 15 Besucher (Schwimmer sollten mit einer Personengröße von ca. 1,70 Meter berechnet werden). Die Runden-Schwimmer müssten in zeitlichen Abständen aufgefordert werden, die Badefläche zu verlassen, um anderen Badegästen das Schwimmen zu ermöglichen.  Beim Einbahnschwimmen und Runden-Schwimmen ist der Abstand nur sehr schwer einzuhalten. Die Bahnmarkierungen sind mit Leinen auszustatten.

Im Nichtschwimmerbecken könnten sich maximal ca. 20 Besucher aufhalten. Nur wenige Kinder könnten sich im Kinderbecken aufhalten. Gerade in diesem Bereich ist es sehr schwer möglich, dass der Abstand eingehalten wird.

Aufgrund der örtlichen Verhältnisse im Sayner Schwimmbad könnte jeweils nur ein Badegast die Toiletten- und Außenduschanlagen benutzen. Beim Gang zur Toilette besteht Maskenpflicht (Mund-Nasen-Schutz). Die Aufsicht in den Duschen im Innenbereich des Schwimmbadgebäudes kann nicht gewährleistet werden. Sie sollten daher geschlossen bleiben. Alle Kontaktflächen sind regelmäßig mit fettlösenden Haushaltsreinigern zu reinigen oder mit einem mind.  begrenzt viruziden Mittel zu desinfizieren.

An der Kasse müssten zwei Kräfte eingesetzt werden, um den Eintritt zu erheben und die Daten zu erfassen (Mehrkosten 13 000 Euro). Um den Abstand zwischen den Badegästen und dem Eingangsbereich zu kontrollieren, ist der Einsatz von Security-Personal erforderlich (Mehrkosten 60 000 Euro). Wegen des erhöhten Reinigungsaufwands müssten ganztags zwei Reinigungskräfte vor Ort sein (Mehrkosten 17 000 Euro). Für Sachkosten (Reinigungsmittel, Schilder, Abgrenzungen) usw. sind Mehrkosten von 10 000 Euro anzusetzen. Es besteht die Gefahr, dass bei einem unkontrollierten Zutritt der Badegäste Ordnungsmaßnahmen ergriffen werden müssten.

Über einen Dienstplan ist zu gewährleisten, dass eine  für den Betrieb verantwortliche Person während der Öffnungszeiten vor Ort anwesend ist. Für diese Personen entsteht ein unkalkulierbares Haftungsrisiko, da die Vorgaben nur sehr schwer einzuhalten sind. Sollte ein Infektionsfall eintreten und die Stadt Bendorf könnte nicht lückenlos nachweisen, sämtliche Auflagen genauestens befolgt und eingehalten zu haben, läge eine Haftung vor und damit könnten das verantwortliche Personal und der Bürgermeister strafrechtlich und zivilrechtlich belangt werden.

Unter Berücksichtigung der Vorgaben des Landes, ist es unter vertretbaren Umständen nicht möglich, das Bad zu öffnen. Der Reiz des Freibades in Sayn liegt darin, sich hinzusetzen, auszuruhen, die Umgebung zu genießen und zu schwimmen. Dies kann durch die vorgeschriebenen Auflagen aber nicht garantiert werden.  


Freibad Sayn

Im herrlichen Saynbachtal gelegen, begeistert das 2009 renovierte Freibad Besucher aller Altersklassen! Das Bad verfügt über zwei Edelstahlbecken: einen Schwimmerbereich mit zwei 50-Meter- und vier 25-Meter-Bahnen und einen Nichtschwimmerbereich, der eine Wassertiefe von bis zu 1,35 Meter aufweist. Für Spaß und Erholung sorgen fünf Liegemulden, mehrere Massagedüsen, Nackenduschen, ein Wasserpilz sowie eine Rutsche.

Außerdem steht eine großzügige Liegewiese mit Spielgeräten für die Kinder, einer Beach-Volleyball-Anlage und einem Kleinfußballfeld zur Verfügung.

Infos zu Öffnungszeiten und Eintrittspreisen gibt es auf www.bad-sayn.de.

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