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Wer wohnt im Wald?13.05.2019

400 Kinder nehmen an den Waldjugendspielen teil

Wussten Sie, dass der Siebenschläfer sieben Monate Winterschlaf hält? Er gehört, genau wie die Haselmaus, zur Familie der Bilche. Man nennt Bilche auch „Schlafmäuse“. Kann man sich gut merken, oder? Viel aufgeweckter als die kleinen Nagetiere waren die rund 400 Kinder, die am 8. Mai bei den Wald-Jugendspielen in Bendorf teilgenommen haben.

An insgesamt elf Stationen im Wald lösten die Klassen im Team spannende Rätsel, beantworteten Quizfragen oder zeigten, wie geschickt sie etwa einen Stapel Holz umsetzen können.

Im Mittelpunkt stand das Thema „Wer wohnt im Wald?“ Hier hat zum Beispiel der Baummarder sein Zuhause. Man erkennt ihn leicht an einem gelblichen Kehlfleck. Sein Verwandter, der Steinmarder, hat einen weißen Kehlfleck und lebt in Städten und Dörfern – dort knabbert er auch gern Zündkabel an.

Extrapunkte konnten die Kinder bei einer durch die Sparkassen dotierten Kreativ-Aufgabe, dem Waldkunstwettbewerb, sammeln: Aus Naturmaterialien, wie Zapfen, Zweigen oder Steinen sollten sie darstellen, wer im Wald wohnt.

„Im Mittelpunkt steht nicht der Wettbewerb, sondern ein gelungener Tag. Wenn die Kinder nach Hause kommen und erzählen, dass eine Nadel einer Douglasie leicht nach Orange riecht, dass man nie Tannenzapfen am Boden findet, sondern nur solche von Fichten und dass es Spaß gemacht hat, eine Borke genauer zu betrachten“, dann haben alle gewonnen, so Revierleiter Ullrich Bechtoldt aus dem Maifeld.

Die beteiligten Forstleute zeigten den Schulklassen auch, wie der Wald unter dem Klimawandel leidet: So seien im Wald bei Bendorf zahlreiche Bäumchen vertrocknet, weil es im vergangenen Jahr zu trocken war. Es mussten sehr viele Fichten gefällt werden, weil sie vom Borkenkäfer betroffen waren. „Und für uns Forstleute ist das auch immer eine schöne Abwechslung. So viel Besuch im Wald haben wir sonst selten. Es ist schon schön, wenn wir merken, dass die Klassen mit ihren Lehrerinnen und Lehrern neugierig auf den Wald sind“, sagt Förster Johannes Biwer.

Trotzdem sei es auch immer wieder eine Herausforderung. Über 1700  Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sowie externe und ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sind dieses Jahr wieder in ganz Rheinland-Pfalz im Einsatz. Vom Forstpaten, der mit den Klassen von Station zu Station geht bis hin zur Essensausgabe.

„Da kommen auch immer wieder längst pensionierte Kolleginnen und Kollegen – die Wald-Jugendspiele machen auch uns Spaß. Und Nachhaltigkeit heißt ja, an kommende Generationen zu denken. Wer sonst sollte das besser wissen, als wir Forstleute? Immerhin stammt der Begriff aus der Forstwirtschaft. Wir wollen unseren Kindern einen gesunden Wald übergeben – damit noch viele Klassen zu uns in den Wald und zu den Wald-Jugendspielen kommen können“, so Carmen Barth,  Forstamtsleitung in Koblenz.

   Die Wald-Jugendspiele fanden zum 33. Mal in Bendorf im Wechsel mit der Stadt Neuwied statt. Zum 37. Mal finden die WJS in ganz Rheinland-Pfalz statt. Jährlich erkunden rund 18.000 Schülerinnen und Schüler mit Forstleuten von Landesforsten Rheinland-Pfalz und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) den Wald und verlagern das Klassenzimmer unters Blätterdach.

Aufgrund der Borkenkäfermassenvermehrung in Folge des Extremwetters im letzten Jahr mussten im Nordteil von Rheinland-Pfalz leider an vier Standorten die Wald-Jugendspiele abgesagt werden. Dort werden im Moment alle verfügbaren Kräfte für die Bewältigung der gewaltigen Schadholzmengen benötigt.


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